Bei Angina pectoris handelt es sich um Brustschmerzen, die durch eine unzureichende Blutversorgung des Herzmuskels verursacht werden. Die Beschwerden können sich als Druck- oder Engegefühl in der Brust äußern und bis in Schultern, Arme, Nacken, Kiefer oder Rücken ausstrahlen. Bei den meisten dieser Patient*innen kann die Angina pectoris mit Medikamenten, einem Stent oder einer Bypass-Operation behandelt werden.
Viele Patient*innen mit Angina pectoris leiden jedoch an Symptomen, die schwer und langanhaltend sind und nicht mit herkömmlichen medizinischen, chirurgischen oder interventionellen Therapien kontrolliert werden können. Diese belastende Erkrankung wird als chronische oder refraktäre Angina pectoris bezeichnet und betrifft in Europa bis zu schätzungsweise 50.000 neue Patient*innen pro Jahr.1
Bei Patient*innen mit chronischen Brustschmerzen kommt es zu starken Einschränkungen der täglichen Aktivitäten, emotionaler Erschöpfung und eventuell zu häufigen Krankenhauseinweisungen.
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Der Shockwave Reducer ist ein kleines, sanduhrförmiges Produkt aus Edelstahl, das in den Koronarvenensinus implantiert wird und Blut sammelt, sobald es den Herzmuskel verlässt. Nach der Implantation soll das Produkt einen Gegendruck erzeugen, um den sauerstoffreichen Blutfluss zu Bereichen des Herzens, die nicht normal mit Blut versorgt werden, zu erhöhen. In zahlreichen klinischen Studien wurde festgestellt, dass dies die belastenden Symptome einer Angina pectoris reduziert.2, 3

Der Shockwave Reducer
Der Arzt bzw. die Ärztin platziert das Produkt in einem kurzen (ca. 30-minütigen), nahezu schmerzfreien und minimalinvasiven Eingriff, der dem Vorgehen bei der Stentimplantation ähnelt und in der Regel unter Lokalanästhesie durchgeführt wird. In der Regel können die meisten Patient*innen noch am selben Tag nach Hause entlassen werden. Patient*innen, denen der Shockwave Reducer implantiert wurde, berichten innerhalb von drei Monaten von einer deutlichen Linderung ihrer Angina-pectoris-Symptome; einige erleben diese Verbesserung sogar schon deutlich früher.4
Der Shockwave Reducer kann eine Behandlungsoption sein, wenn Sie an chronischen Brustschmerzen leiden, insbesondere dann, wenn:5
Mehrere klinische Studien zur Bewertung des Shockwave Reducers zeigten eine signifikante und konsistente Verbesserung der Angina-pectoris-Symptome und der Lebensqualität mit einem insgesamt positiven Sicherheitsprofil.2,3
Die 12-Monatsergebnisse der klinischen Studie REDUCER-I, die an 25 Zentren in 9 europäischen Ländern durchgeführt wurde und den Shockwave Reducer bei 400 realen Patient*innen mit refraktärer Angina pectoris untersuchte, zeigten weniger Symptome von Brustschmerzen und eine verbesserte Lebensqualität, was bis zu drei Jahre anhielt.2
Darüber hinaus zeigten die Ergebnisse eine Reduzierung der Besuche in der Notaufnahme nach der Implantation des Shockwave Reducers.2
Ja, Sie können mit einem Shockwave Reducer-Implantat durch Metalldetektoren oder Sicherheitskontrollen gehen, ohne Angst haben zu müssen, dass diese ausgelöst werden.
Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wann Sie danach wieder arbeiten können. Die meisten Menschen können innerhalb einer Woche nach dem Eingriff wieder arbeiten.
Beachten Sie, dass es eventuell bis zu 6-8 Wochen dauern kann, bis der Shockwave Reducer die Angina-pectoris-Symptome lindert. Bei neuen oder sich verschlimmernden Brustschmerzen suchen Sie bitte sofort einen Arzt oder eine Ärztin auf.
Suchen Sie sofort einen Arzt oder eine Ärztin auf, wenn eines dieser Symptome auftritt.
Eine Röntgenaufnahme oder CT (Computertomographie) kann jederzeit durchgeführt werden. Nach der Implantation sollten Sie 2 Monate (8 Wochen) warten, bevor eine MRT-Aufnahme durchgeführt wird. Informieren Sie Ihren Arzt/MR-Techniker oder Ihre Ärztin/MR-Technikerin vor einer MRT-Aufnahme darüber, dass Sie ein Herzimplantat aus Edelstahl tragen und zeigen Sie Ihren Patientenimplantationsausweis vor.
Der Shockwave Reducer sollte sich nicht bewegen, sobald er fest in den Koronarvenensinus implantiert wurde. Mit der Zeit bedeckt das Gewebe Ihres Körpers den Reducer und wird zu einem dauerhaften Teil des Gefäßes.
Der Shockwave Reducer besteht aus einem rostbeständigen Edelstahlmaterial, was bedeutet, dass er im Körper nicht rostet.
Wie bei jedem medizinischen Eingriff besteht das Risiko, dass Komplikationen auftreten. Zu den mit dem Reducer-Implantationsverfahren verbundenen potenziellen Risiken gehören:
*INOCA (Ischämie bei nichtobstruktiver Koronararterienerkrankung) – ANOCA (Anginapectoris mit nichtobstruktiver Koronararterienerkrankung).
** Individuelle Patientengeschichte. Die Ergebnisse können variieren. Der vorgestellte Arzt ist ein bezahlter Berater von Shockwave Medical. Die hier dargestellten Ansichten entsprechen denen des Arztes und müssen nicht unbedingt von Shockwave Medical stammen.
1: Gallone et al. Refractory Angina. JACC Interv 2020;13:1-19.
2: Verheye et al. Coronary sinus narrowing for the treatment of refractory angina: one-year results of the REDUCER-I study. EuroIntervention 2025;21:e879-e881.
3: Verheye S, Jolicoeur EM, Behan MW, et al. Efficacy of a device to narrow the coronary sinus in refractory angina. N Engl J Med 2015; 372: 519-527.
4: Foley et al. The Lancet. 2024 Apr 8; https://doi.org/10.1016/S0140-6736(24)00256-3.
5: Shockwave Reducer IFU (Instructions For Use).